Spycher: Literaturpreis Leuk

Medien

Martin Mosebach 2003

Berlin DE

Martin Mosebach (1951) ist ein deutscher Schriftsteller, der in den Genres Roman, Film-Drehbuch, Theater, Hörspiel, Opernlibretto, Reportage, Feuilleton und Erzählung tätig ist. Er studierte Rechtswissenschaften und lebt seit 1980 als freier Schriftsteller in Frankfurt. 1983 erschien «Das Bett», sein erster Roman, «Die schöne Gewohnheit zu leben – Eine italienische Reise» (2018) und   «Die 21. Eine Reise ins Land der koptischen Märtyrer» (2018) sind die bis anhin letzten Buchererscheinungen seines umfassenden Gesamtwerkes.  Der Autor setzt sich oft mit seinem Lebensort Frankfurt auseinander. Häufig lässt er sich jedoch auch von seinen zahlreichen Reisen ins Ausland inspirieren, wie etwa in «Die Türkin» (1999) oder in «Das Beben» (2005).
Martin Mosebach, Georg-Büchner-Preisträger 2007, hat sich selbst als Reaktionär bezeichnet, eine Bezeichnung, die ihm auch kritisch entgegengehalten wurde. Anlass war unter anderem seine Kritik an den liturgischen Ergebnisse des Zweiten Vatikanischen Konzils und seine Forderung nach eine Rückkehr zur  Tridentinischen Messe Im Essay dem Essay «Kunst und Religion: Vom Wert des Verbieten» (2012) forderte er eine strikte Anwendung des Blasphemie-Verbots. Er vertrat die Auffassung, selbst in einem ganz und gar säkularen, religiös neutralen Staat könne es vonnöten sein, Gotteslästerung zu verbieten und zu bestrafen, wenn die «staatliche OrdnungS durch sie gefährdet würde.